Peter Werner

Bei Werners gehörte Musik einfach zum „guten Ton“. Peters Vater war Mitglied des Kölner Opernchores und sein älterer Bruder spielte Klavier und Trompete. Unweigerlich hatte der kleine Peter dann auch schon mit vier Jahren seinen ersten Auftritt als Sänger und nahm nur vier Jahre später sogar eine Schallplatte auf. Gemeinsam mit einer „auserwählten“ Opernsängerin sang er, „Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen“. Heintje war also eigentlich schon gewarnt. Zuvor hatte Peter aber bereits das Klavier- und Trompetenspiel erlernt. Insbesondere mit der Trompete war Peter so talentiert, dass nach nur vier Jahren Unterricht Bachmessen spielen konnte. In dieser Zeit gründete Peter Werner logischerweise seine erste Band. Diese Blechbläser-Formation bereicherte fortan das kulturelle Leben der Eichendorff-Realschule. Höhepunkt hier war seine Inszenierung der Abschiedssymphonie von Haydn anlässlich einer Lehrerverabschiedung.

Doch nicht alleine die klassischen Produktionen hatte Peter im Sinn, vielmehr entwickelte er damals auch ein Faible für Beat- und Rockmusik. 1965 tat er sich mit seinen Freunden Rolf Lessenich und Walter Pelzer zu den „Mauenheimer Singers“ zusammen. Eine fünfjährige „Mauenheim“-Karriere endete jäh, als Peter 1970 zur Bundeswehr musste. Den Auftrag zur Verteidigung des Landes überließ er aber anderen und tat lieber, als Bandleader des Kompanie-Orchesters, „Dienst am Instrument“. Nach dem musikalischen „Wehrdienst“ belegte Peter Werner an der pädagogischen Hochschule Köln die Fächer Germanistik, katholische Religionslehre und Musik. Im Laufe des Studiums lernte Peter in einer Gruppe, die sich der experimentellen Musik widmete, Janus Fröhlich kennen. Was dann auch zur HÖHNER-Gründung anno 1972 führte. Peter machte im Jahre 1974 sein Staatsexamen und wurde Lehrer.

Doch, wie auch sein hohngewordener Studienkollege Janus, entschloss sich Peter 1981 den Lehrerberuf aufzugeben und Profi-Musiker zu werden. Apropos Profi, Peter ist nicht nur Profi-Ur-Hohn, sondern auch Profi-Kölscher, der sagt, dass man ihn aus Köln rausholen kann, aber Köln niemals aus ihm.

Peter und die Nachwuchsförderung

Nachwuchsförderung wird im Hause Werner ganz „GROSS“ geschrieben. Begonnen hat es mit der musikalischen Ausbildung der eigenen drei Kinder. Schnell hatte sich rum gesprochen, dass im Werner´schen Haus in Stommeln der Beat abging. Seine Kinder brachten Schulfreunde mit, Freunde schickten ihre Pänz und die Nachbarschaft war auch froh, wenn die lieben Kleinen dort musizierten. Aufgrund dicht gedrängter Höhner-Termine stand in erster Linie aber Ehefrau Eleonore im „Rampenlicht“. Nachdem bei Eleonore und Peter nun jeder Wohn- und Kellerraum mit musizierenden Kids belegt war, entschlossen sich die beiden das benachbarte Pfarrhaus zu übernehmen und dort die „Musikschule Piccolo“ weiterzuführen.

Wirklich „piccolo“ ist das Unternehmen, welches Eleonore Werner seit 22 Jahren leitet, heute nun auch nicht mehr. Regelmäßig finden Vorspiele, Musikschulfeste und Lehrerkonzerte statt – und Peter ist, wann immer möglich, mit Rat und Tat dabei.